Gut zwei Millionen Übernachtungen im Jahr, ein gotisches Münster mit 116 Meter hohem Turm und der Schwarzwald direkt hinter der Stadtgrenze: Der Freiburg Tourismus lebt von einer Mischung, die auf engem Raum funktioniert. Die Altstadt lässt sich zu Fuß erschließen, der Schauinsland ist mit der Seilbahn in 15 bis 20 Minuten erreicht, und bis zum Kaiserstuhl sind es rund 16 Kilometer Luftlinie nach Nordwesten. Erste Anlaufstelle vor Ort ist die Tourist Info Freiburg am Rathausplatz.
Im Folgenden geht es um das, was vor der Reise nützlich ist: wo die Tourist Info Freiburg sitzt und was sie leistet, was die WelcomeKarte enthält, welche Sehenswürdigkeiten in der Altstadt und am Stadtrand lohnen und welche Termine im Jahreskalender feststehen. Dazu kommen Tipps für Gruppen, Familien und Tagesausflüge ins Umland. Einen breiteren Überblick über Freizeitideen in der Stadt gibt die Übersicht der Aktivitäten in Freiburg.
Freiburg Tourismus in Zahlen
Wie sich der Tourismus Freiburgs entwickelt, lässt sich gut an den amtlichen Zahlen ablesen. Die Stadt Freiburg hat am 19. März 2026 ihre Bilanz für das Jahr 2025 veröffentlicht. Erfasst werden Betriebe mit mindestens zehn Betten. Demnach kamen 1.010.708 Gäste an, die zusammen auf 2.130.785 Übernachtungen kamen. Das sind 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr, aber 16,9 Prozent mehr als 2019. Rechnerisch blieb jeder Gast also gut zwei Nächte.
Das Jahr 2024 bleibt damit der Rekord. Damals meldete die FWTM rund 2,17 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber 2023 und von 19,3 Prozent gegenüber 2019. Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, kurz FWTM, ist die offizielle Tourismusorganisation der Stadt und verantwortet das Destinationsmanagement. Für den Freiburg Tourismus insgesamt ist der leichte Rückgang eher ein Seitwärtsschritt auf hohem Niveau als ein Einbruch.
Auffällig ist die Entwicklung bei den Gästen aus dem Ausland. Ihre Ankünfte stiegen 2025 um 2,7 Prozent auf 310.346, ihre Übernachtungen um 3,1 Prozent auf 632.347. Knapp drei von zehn Übernachtungen entfielen damit auf internationale Gäste, während die Gesamtzahl leicht sank. Die Lage erklärt einen Teil davon: Frankreich beginnt rund drei Kilometer westlich der Stadt, die Schweiz liegt etwa 42 Kilometer entfernt.
Hinter den Zahlen steht eine Stadt mit rund 230.000 bis 240.000 Einwohnern, die 1120 das Marktrecht erhielt und seit 1457 eine Universität hat. Für den Freiburg Tourismus ergibt sich daraus eine Besonderheit, die viele Gäste schnell bemerken. Die historischen Sehenswürdigkeiten liegen nicht in einem abgeschlossenen Besucherviertel, sondern mitten im Alltag einer Universitätsstadt, in der laut der Erhebung „Mobilität in Deutschland 2023“ jeder dritte Weg mit dem Rad zurückgelegt wird.
| Kennzahl | Wert | Vergleich |
|---|---|---|
| Übernachtungen 2025 | 2.130.785 | -1,9 % zu 2024, +16,9 % zu 2019 |
| Übernachtungen 2024 | rund 2,17 Mio. | Rekordjahr, +2,4 % zu 2023 |
| Ankünfte 2025 | 1.010.708 | rechnerisch gut zwei Nächte pro Gast |
| Internationale Ankünfte 2025 | 310.346 | +2,7 % zu 2024 |
| Internationale Übernachtungen 2025 | 632.347 | +3,1 % zu 2024 |
| Bettenauslastung Hotels 2025 | 55,2 % | Baden-Württemberg: 41,3 % |
Ein weiterer Wert zeigt, wie gut der Freiburg Tourismus die vorhandenen Betten füllt: Die Hotelbetten waren 2025 im Schnitt zu 55,2 Prozent belegt, der Landesdurchschnitt lag bei 41,3 Prozent. Für die Reiseplanung heißt das: Wer zum Weinfest im Juli oder zum Weihnachtsmarkt anreist, sollte die Unterkunft früh sichern. An solchen Terminen verdichtet sich der Tourismus Freiburgs auf wenige Tage und wenige Plätze in der Innenstadt.
Die Tourist Info Freiburg am Rathausplatz
Erste Anlaufstelle vor Ort ist die Tourist Info Freiburg im historischen Alten Rathaus, Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg. Betrieben wird die Stelle von der FWTM, sie liegt mitten in der Altstadt. Hier gibt es die WelcomeKarte, außerdem beantwortet das Team Fragen rund um Aufenthalt, Veranstaltungen und Ausflüge.
Vor dem Gebäude beginnt auch die öffentliche Stadtführung „Freiburg für Einsteiger“, die ein Partnerveranstalter bei vertretbarem Wetter täglich anbietet. Der Rundgang führt über Rathausplatz, Stadttore, Oberlinden, Bächle, Münster und Münsterplatz. Wer lieber eine Gruppe organisiert, kann über die FWTM ein eigenes Programm anfragen; Details dazu stehen weiter unten.
Das digitale Gegenstück ist das offizielle Portal visit.freiburg.de. Dort listet die FWTM Führungen ihrer Partner, Veranstaltungen und Informationen zur Anreise. Auch die aktuellen Öffnungszeiten der Tourist Info Freiburg stehen dort. Diese unterscheiden sich zwischen der Sommersaison von Juni bis September und den übrigen Monaten, deshalb sollten Sie vor einem Besuch am Wochenende oder an Feiertagen kurz auf der Seite nachsehen.
Für den Tourismus Freiburgs übernimmt die FWTM mehr als den Schalter am Rathausplatz. Die Gesellschaft organisiert unter anderem das Freiburger Weinfest und den Mein Freiburg Marathon und betreibt seit 2008 das Standortmarketing unter dem Label „Green City“.
Wer ohne große Vorbereitung ankommt, holt sich in der Tourist Info Freiburg die WelcomeKarte und startet direkt vor der Tür in den Einsteiger-Rundgang. Für einen ersten Tag reicht diese Kombination: Der Rathausplatz, im Advent einer der Schauplätze des Weihnachtsmarkts, liegt so zentral, dass Münster, Martinstor und Schwabentor danach zu Fuß erreichbar sind.
WelcomeKarte und andere Karten für Besucher
Die WelcomeKarte ist das kombinierte Besucherticket von RVF und VAG und gilt drei Tage: am Tag der Entwertung und an den beiden folgenden Tagen bis 24 Uhr. Enthalten sind alle Busse und Bahnen im Gebiet des Regio-Verkehrsverbunds Freiburg in der 2. Klasse, eine Berg- und Talfahrt mit der Schauinslandbahn, freier Eintritt in die Städtischen Museen Freiburg sowie 2 Euro Ermäßigung auf Stadt- und Theaterführungen. Erwachsene zahlen 27 Euro, Kinder bis 14 Jahre 16 Euro (Stand September 2026, Preise können sich ändern). Verkauft wird die Karte unter anderem in der Tourist-Information am Rathausplatz.
Die Schauinslandbahn-Fahrt der WelcomeKarte wird an der Kasse der Seilbahn in ein eigenes Ticket umgetauscht. Die Talstation liegt in Horben, also am besten den Tag mit der Bergfahrt so legen, dass danach noch Zeit für Museen in der Stadt bleibt.
Ob sich die Karte rechnet, hängt vor allem davon ab, ob der Schauinsland ohnehin auf dem Plan steht. Für Gäste unter 27 Jahren entfällt der Museumsvorteil, weil die Städtischen Museen für sie generell frei sind. Wer ein Deutschland-Ticket besitzt, fährt mit Straßenbahnen und Bussen der VAG ohnehin, denn die VAG führt es als bundesweit gültige Monatskarte für 63 Euro.
Für kürzere Aufenthalte gibt es die Tageskarten des RVF. Die Solo+-Karte gilt für einen Erwachsenen und bis zu vier Kinder zwischen 6 und 14 Jahren oder einen Hund, die Duo+-Karte für zwei Erwachsene mit denselben Mitfahrern, die Gruppenkarte für bis zu fünf Personen. Gültig sind die Tageskarten ab Entwertung bis 3 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen im VAG-Netz bis 5 Uhr. Beim Kauf über App oder online gibt es 4 Prozent Nachlass.
| Karte | Preis laut RVF/VAG | Geeignet für |
|---|---|---|
| WelcomeKarte (3 Tage) | 27 € Erwachsene, 16 € Kinder bis 14 | Kurzurlaub mit Schauinsland und Museen |
| Tageskarte Solo+ (1 Zone) | 7,20 € | Einzelreisende, Eltern mit Kindern |
| Tageskarte Duo+ (1 Zone) | 10,90 € | Paare, Familien mit zwei Erwachsenen |
| Tageskarte Gruppe (1 Zone) | 14,30 € | bis zu fünf Personen |
| Deutschland-Ticket | 63 € pro Monat | Gäste, die es ohnehin besitzen |
Sehenswürdigkeiten in der Altstadt
Die meisten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt liegen so dicht beieinander, dass ein Vormittag für einen ersten Rundgang reicht. Wer Museen und den Münsterturm dazunimmt, plant besser einen ganzen Tag ein.
Münster und Münsterplatz
Gebaut wurde das Freiburger Münster etwa von 1200 bis 1513; der Chor wurde am 5. Dezember 1513 geweiht. Der 116 Meter hohe Turm war schon um 1330 fertig. Der Kunsthistoriker Jacob Burckhardt nannte ihn 1869 den wohl schönsten Turm auf Erden. Beim Luftangriff vom 27. November 1944 blieb das Münster weitgehend unbeschädigt. Um die steinerne Substanz kümmert sich seit 1890 der Münsterbauverein.
Der Turm lässt sich besteigen: 209 Stufen führen zur Türmerstube, weitere 56 zur Aussichtsplattform. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder und Jugendliche 3 Euro, Familien 13 Euro, Kinder unter 7 Jahren nichts. Die obere Galerie ist im Winter geschlossen, und barrierefrei ist der Aufstieg nicht. Rund um das Münster findet an allen Werktagen der Münstermarkt statt, an Sonn- und Feiertagen sowie am 15. August nicht.
Martinstor und Schwabentor
Zwei der alten Stadttore stehen noch. Das Martinstor ist dendrochronologisch auf 1202 datiert und wird 1238 als „Porta Sancti Martini“ erstmals erwähnt. 1901 wurde es aufgestockt. Eine Gedenktafel erinnert an drei Frauen, die 1599 als Hexen hingerichtet wurden, und der Gemeinderat verhinderte einst, dass McDonald’s am angebauten Haus sein rot-gelbes Logo anbringt.
Das Schwabentor entstand um 1250 und wurde ebenfalls 1901 erhöht, rechtzeitig zur Eröffnung der Straßenbahn am 14. Oktober desselben Jahres. Das Georgsbild stammt von Fritz Geiges (1903). Im Tor zeigt die private Zinnfigurenklause seit 1969 rund 9.000 Figuren. Und es gehört zu den vier historischen Stadttoren im deutschen Sprachraum, durch die heute noch Straßenbahnen fahren.
Bächle
Die schmalen Wasserrinnen in den Gassen sind zusammen 15,9 Kilometer lang, 6,4 Kilometer davon verlaufen unterirdisch. Gespeist werden sie von der Dreisam, schriftlich erwähnt sind sie erstmals 1220. Früher dienten sie der Wasserversorgung, als Löschwasser und zum Abtransport von Abwasser und Schnee. Die Legende sagt, wer versehentlich in ein Bächle tritt, heiratet jemanden aus Freiburg.
Museen
Zu den Städtischen Museen gehören das Augustinermuseum, das Museum für Neue Kunst, das Archäologische Museum Colombischlössle, das Museum Natur und Mensch und das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, und ist unter 27 Jahren frei. Das Augustinermuseum in einem ehemaligen Kloster der Augustinereremiten zeigt originale Skulpturen und Glasmalereien aus dem Münster, Tafelbilder von Grünewald, Cranach und Baldung sowie eine Schwarzwald-Sammlung. Die 2006 begonnene Sanierung wurde im Februar 2026 abgeschlossen. Das Colombischlössle, eine neugotische Villa von 1859 bis 1861 im Colombipark, beherbergt seit 1983 das Archäologische Museum.
Sehenswürdigkeiten außerhalb der Altstadt
Einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen am Stadtrand oder knapp dahinter. Mit Straßenbahn, Bus oder Rad sind sie in kurzer Zeit erreichbar.
Schlossberg
Der 456 Meter hohe Schlossberg erhebt sich direkt östlich der Altstadt. Um 1091 ließ Herzog Berthold II. von Zähringen hier eine Burg errichten; Vauban baute die Anlage 1677 bis 1679 zur Festung aus, die die Franzosen 1744/45 sprengten. Vom Kanonenplatz schaut man über die Dächer der Altstadt, und der 2006 fertiggestellte Schlossbergturm hat 251 Stufen. Wer nicht laufen will, nimmt die Schlossbergbahn vom Stadtgarten: 262 Meter lang, 73 Meter Höhenunterschied, etwa drei Minuten Fahrzeit, für Rollstühle und Kinderwagen geeignet.
Schauinsland
Freiburgs Hausberg misst 1.283,9 Meter. Die Schauinslandbahn fuhr am 17. Juli 1930 als erste Umlaufseilbahn der Welt für Personen und ist bis heute die längste ihrer Art in Deutschland. Auf rund 3,6 Kilometern überwindet sie 746 Höhenmeter zwischen der Talstation in Horben und der Bergstation auf 1.220 Metern, die Fahrt dauert 15 bis 20 Minuten. Oben warten der Eugen-Keidel-Turm von 1980, die vom Wind gebogenen Windbuchen und ein Teil des alten Bergwerks: Über 700 Jahre wurden hier Silber, Blei und Zink abgebaut, bis 1954, seit 1997 ist ein Abschnitt Besucherbergwerk. Im Sommer wird gewandert, Rad gefahren und Gleitschirm geflogen, im Winter Ski gefahren. Seit 2007 führt außerdem das Radrennen „Schauinslandkönig“ über 11,5 Kilometer und 770 Höhenmeter hinauf.
Mundenhof
Mit 38 Hektar ist der Mundenhof das größte Tiergehege Baden-Württembergs. Der Eintritt ist frei; finanziert wird das Gelände über Parkgebühren, Spenden und die Stadt. Rund 180 Tiere aus etwa 30 Arten leben hier, darunter Pfauen, Gibbons, Emus, Strauße, Alpakas, Yaks und Lamas. Eröffnet wurde der Mundenhof am 28. September 1968.
Seepark
Der Seepark zwischen Stühlinger, Betzenhausen, Lehen und Mooswald umfasst je nach Quelle 32 bis 35 Hektar rund um den Flückigersee, einen ehemaligen Baggersee. Angelegt wurde er für die Landesgartenschau 1986, die über zwei Millionen Besucher zählte. Der Japanische Garten kam 1990 als Geschenk der Partnerstadt Matsuyama hinzu. Dazu gibt es einen Aussichtsturm, eine Minigolfanlage und die Ökostation.
Anreise und Mobilität in der Stadt
Das Rückgrat des Nahverkehrs bilden die fünf Stadtbahnlinien der Freiburger Verkehrs AG, die im 7,5-Minuten-Takt fahren, ergänzt durch 26 Buslinien. Von den 76 Haltestellen der Straßenbahn sind 73 stufenlos erreichbar. 2026 feiert die Stadt 125 Jahre Straßenbahn; die elektrische Tram fährt seit dem 14. Oktober 1901. Linien, Tarife und die historischen Wagen beschreibt die Seite zur Straßenbahn in Freiburg ausführlicher.
Das Fahrrad ist in Freiburg kein Nischenverkehrsmittel. Laut der Erhebung „Mobilität in Deutschland 2023“ werden 33 Prozent aller Wege mit dem Rad zurückgelegt, mehr als in jeder anderen untersuchten Stadt. Gäste ohne eigenes Rad nutzen Frelo, das Leihradsystem der VAG mit rund 1.200 Rädern: normale Räder, E-Frelos und Lastenräder. In der Stadt gibt es etwa 100 Stationen, seit März 2026 kommen 62 in der Region dazu. Die Registrierung in der App VAG mobil oder der nextbike-App ist kostenlos, zurückgegeben wird an jeder beliebigen Station.
Am Hauptbahnhof steht die Radstation, ein Rundbau mit Platz für mehr als 1.000 Fahrräder. In Straßenbahnen und Stadtbussen sind Räder grundsätzlich nicht erlaubt; ein Pilotversuch vom 1. Oktober 2026 bis März 2027 lässt sie nach 22 Uhr kostenlos mitfahren, wobei Rollstühle und Kinderwagen Vorrang haben. Vom Hauptbahnhof fahren auch die Züge der Breisgau-S-Bahn ins Umland, darunter die Höllentalbahn Richtung Titisee und die S1 über Gottenheim und Ihringen nach Breisach. Routen und Leihoptionen fasst die Seite zur Radtour durch Freiburg zusammen.
Beste Reisezeit und Veranstaltungen
Freiburg gilt als eine der sonnigsten Städte Deutschlands, auch wenn Ranglisten je nach Datenbasis unterschiedliche Sieger nennen. Belastbarer für die Planung ist der Veranstaltungskalender. Er bestimmt, wann die Stadt besonders voll ist, und einige Programmpunkte gibt es nur zu bestimmten Jahreszeiten.
| Veranstaltung | Termin | Ort |
|---|---|---|
| Mein Freiburg Marathon | 12. April 2026; nächste Ausgabe 4. April 2027 | Messe Freiburg |
| Freiburger Weinfest (53. Ausgabe) | 2.-7. Juli 2026; 2027: 1.-6. Juli | rund um das Münster |
| Zelt-Musik-Festival (ZMF) | 15. Juli bis 2. August 2026 | Gelände am Mundenhof |
| Freiburger Weihnachtsmarkt | 19. November bis 23. Dezember 2026, geschlossen am 22. November | mehrere Plätze in der Altstadt |
Das Weinfest folgt einem festen Muster: Anfang Juli, von Donnerstag bis Dienstag, veranstaltet von der FWTM. Das ZMF gibt es seit 1983, am Mundenhof seit 1985. Der Marathon findet in der Regel im April statt und umfasst neben der vollen Distanz einen Halbmarathon, einen 10-Kilometer-Lauf sowie Schüler- und Minimarathon; wer selbst laufen will, findet Strecken und Termine unter Laufen in Freiburg.
Der Weihnachtsmarkt verteilt sich mit mehr als 120 Ständen auf Rathausplatz, Kartoffelmarkt, Unterlindenplatz, Franziskanerstraße, Turmstraße, Predigertor, Rotteckring und Colombipark. Am Totensonntag, dem 22. November, bleibt er geschlossen.
Auch die Natur setzt Termine. Die obere Galerie des Münsterturms ist im Winter zu, der Schauinsland wird dann zum Skigebiet. Planwagen- und Traktorfahrten durch die Weinberge am Kaiserstuhl bieten Winzer und örtliche Tourismusbüros typischerweise von April bis Oktober an.
Tipps für Gruppen und Familien
Gruppen können über die FWTM ein individuelles Programm anfragen, etwa Altstadt- und Münsterführungen, Stadtrallyes für Kinder, kulinarische Touren oder Weinausflüge. Die Preise werden einzeln kalkuliert. Wegen der engen Gassen ist jede Führungsgruppe auf 25 Personen begrenzt. Welche Formate es von öffentlichen Rundgängen über Nachtwächtertouren bis zu privaten Führungen gibt, zeigt die Übersicht zur Stadtführung in Freiburg.
Die Tipps für Familien sind überschaubar und meist günstig. Der Mundenhof kostet keinen Eintritt. Die Tageskarte Solo+ nimmt bis zu vier Kinder zwischen 6 und 14 Jahren kostenlos mit, was einen Stadttag mit Kindern im Nahverkehr günstig macht. Die Schlossbergbahn nimmt Kinderwagen auf, im Seepark gibt es Minigolf und einen Aussichtsturm, und die Zinnfigurenklause im Schwabentor mit ihren rund 9.000 Figuren ist ein kompakter Programmpunkt für einen kurzen Stopp.
Bei Regen bieten sich die fünf Städtischen Museen an, die für alle unter 27 kostenlos sind, außerdem der Innenraum des Münsters und die Hallenbäder der Regio Bäder, darunter das Faulerbad in der Innenstadt und das Westbad mit 50-Meter-Becken. Im Sommer ist das Strandbad an der Schwarzwaldstraße mit 50-Meter-Becken, Rutschen und Beachvolleyball das größte Freibad der Stadt.
Tagesausflüge ins Umland
Wer länger bleibt als die statistischen gut zwei Nächte, hat Zeit für das Umland. Die folgenden Tipps decken ganz unterschiedliche Interessen ab.
Kaiserstuhl
Das kleine Vulkangebirge in der Rheinebene entstand vor etwa 15 bis 19 Millionen Jahren. Sein höchster Punkt ist der Totenkopf mit 556,8 Metern. Auf den Lössterrassen wächst vor allem Spätburgunder, der mit über 35 Prozent die meistgepflanzte Rebsorte ist, und an den Hängen blühen mehr als 30 Orchideenarten. Der ausgeschilderte Kaiserstuhl-Radweg umrundet das Gebirge auf je nach Quelle 61 bis 64 Kilometern, fast durchgehend flach bis auf den Abschnitt am Tuniberg. Einsteigen lässt sich an jedem Bahnhof entlang der Strecke, etwa mit der S1 nach Breisach. Dort steht auf dem Münsterberg das St. Stephansmünster aus dem 12. bis 15. Jahrhundert mit Martin Schongauers Wandbild vom Jüngsten Gericht. Routenvarianten und Weinorte beschreibt die Seite zur Radtour am Kaiserstuhl.
Titisee und Feldberg
Mit der Höllentalbahn dauert die Fahrt zum Titisee etwa 40 bis 45 Minuten. Der See ist eiszeitlichen Ursprungs, 1,87 Kilometer lang und bis zu 39 Meter tief. Zum Feldberg, mit 1.494 Metern der höchste Gipfel des Schwarzwalds, braucht man rund eine Stunde mit Umstieg in Titisee. Die Dreiseenbahn hält dabei in Bärental, dem höchstgelegenen Normalspurbahnhof Deutschlands.
Europa-Park in Rust
Der Europa-Park liegt nordwestlich von Freiburg, rund 35 bis 40 Kilometer entfernt, mit dem Auto etwa eine halbe Stunde. Der Park öffnete am 12. Juli 1975 und zählte 2024 rund 6,2 Millionen Besucher, mit der Wasserwelt Rulantica 7,4 Millionen.
Green City vor der Haustür
Kein Ausflug im engeren Sinn, aber einen halben Tag wert: Das Label „Green City“ nutzt Freiburg seit 2008, und im Stadtteil Vauban lässt sich zeigen, was dahintersteht. Die Straßenbahnlinie 4 fährt seit 2006 in das autoreduzierte Quartier auf dem ehemaligen Kasernengelände; gleich daneben stehen die Solarsiedlung am Schlierberg und das drehbare Heliotrop des Architekten Rolf Disch. Das Rathaus im Stühlinger gilt laut Fraunhofer ISE als Europas größtes Netto-Nullenergiegebäude. Mehr dazu auf der Seite über die Green City Freiburg.
Wer vom Kaiserstuhl mit dem Rad zurückkommt, kann es in den S-Bahnen des RVF kostenlos mitnehmen, sofern Platz ist. Nur werktags zwischen 6 und 9 Uhr braucht das Fahrrad ein eigenes RVF-Ticket.