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Mountainbike im Schwarzwald: Trails und Touren rund um Freiburg

Freiburgs Trails beginnen fast am Stadtrand. Der Borderline-Trail am Rosskopf und der Schauinsland bieten Abfahrten und lange Anstiege, geteilt mit vielen anderen Gästen im Wald.

Von Tilman ThalbergVeröffentlicht

Mountainbiker auf einem Waldtrail im Schwarzwald (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild

Kaum eine Großstadt hat ihre Trails so nah am Zentrum wie Freiburg. Wer mit dem Mountainbike Schwarzwald-Luft sucht, rollt vom Stadtrand direkt in den Wald: Der Rosskopf erhebt sich über dem Dreisamtal, der Schauinsland im Süden ist mit knapp 1.284 Metern der Hausberg der Stadt. Dazwischen liegen Forstwege, Pfade und ein legaler Downhill-Trail, der seit fast zwei Jahrzehnten Fahrer aus der ganzen Region anzieht.

Diese Seite ordnet ein, was belegt ist: den Borderline-Trail, den Verein dahinter, den Schauinsland mit seiner Seilbahn und die Regeln, die für ein gutes Miteinander auf den Wegen sorgen.

Der Borderline-Trail am Rosskopf

Die Borderline wurde 2007 eröffnet und war Freiburgs erste offizielle Downhill-Strecke. Sie führt vom Rosskopf nach Süden hinunter ins Dreisamtal und endet an der Jugendherberge. Das obere Stück ist steil und technisch, weiter unten wird die Linie flüssiger, mit Anliegerkurven und Sprüngen. Im fünften Abschnitt gibt es seit 2025 eine neue Jumpline.

Wichtig für die Einordnung: Die Borderline ist kein abgesperrter Bikepark. Laut dem Sportportal der Stadt Freiburg können jederzeit Spaziergänger auf der Strecke unterwegs sein. Für Fahrer gelten feste Regeln: Helmpflicht, nur bergab fahren, keine Fahrten bei Nacht. Wer das erste Mal hier ist, fährt den oberen Teil am besten langsam ab und schaut sich schwierige Stellen vorher zu Fuß an.

Wer den Anstieg mit einer Tour verbinden möchte, findet bei Tourismus Baden-Württemberg eine beschriebene MTB-Trail-Tour ab Freiburg. Sie führt über das Wildtal hinauf zum Rosskopf und nimmt die Borderline als Abfahrt. Für eine erste Mountainbike Schwarzwald-Runde ab der Stadt ist das eine gute Orientierung, weil Anstieg und Abfahrt klar beschrieben sind.

Mountainbike Freiburg e.V.: wer die Trails pflegt

Dass die Borderline heute noch existiert, verdankt sie vor allem Einheimischen. Im Frühjahr 2011 gründeten sie den Verein Mountainbike Freiburg e.V., um den Trail rechtlich abzusichern. Renovierungen liefen seither mit mehr als hundert Freiwilligen. Der Verein führt auf seiner Website inzwischen über 16 Einträge, darunter Strecken mit Namen wie Canadian, Hexentrail, Baden To The Bone oder Flying GuFi, außerdem einen Dirtpark und einen Pumptrack.

Für Gäste ist die Vereinsseite die verlässlichste Quelle zu Zustand, Sperrungen und Regeln der einzelnen Linien. Wer Mountainbike Schwarzwald-Trails rund um Freiburg regelmäßig nutzt, kann den Verein unterstützen, etwa bei Arbeitseinsätzen. Das ist keine Pflicht, aber der Grund, warum es diese Strecken legal gibt.

Schauinsland: der Hausberg für lange Touren

Der Schauinsland ist mit 1.283,9 Metern deutlich höher als der Rosskopf und bietet entsprechend längere Anstiege. Mountainbiken gehört dort zu den üblichen Nutzungen, neben Wandern, Skifahren und Gleitschirmfliegen. Wie steil die Straße hinauf ist, zeigt ein Rennen: Beim „Schauinslandkönig“, der seit 2007 ausgetragen wird, geht es auf 11,5 Kilometern rund 770 Höhenmeter bergauf.

Oben lohnt sich der Eugen-Keidel-Turm als Aussichtspunkt, und am Hang stehen die vom Wind gebogenen Windbuchen. Offiziell ausgewiesene, benannte Downhill-Strecken am Schauinsland sind in den geprüften Quellen nicht verzeichnet. Wer dort fährt, nutzt Forst- und Wanderwege und teilt sie mit vielen anderen Gästen.

Die Schauinslandbahn

Seit dem 17. Juli 1930 verbindet die Schauinslandbahn Horben mit dem Gipfelbereich. Sie war die erste Umlaufseilbahn der Welt für Personen und ist heute die längste ihrer Art in Deutschland, rund 3,5 Kilometer lang (je nach Messart bis 3,6). Die Talstation liegt auf 473 Metern, die Bergstation auf 1.220 Metern, die Fahrt dauert 15 bis 20 Minuten. Seit 1982 betreibt die VAG die Bahn. Ob und wann Fahrräder mitfahren dürfen, sollten Sie vor dem Ausflug direkt bei der Betreiberin erfragen. In der WelcomeKarte, der Dreitageskarte für Gäste, ist eine Berg- und Talfahrt enthalten. Mehr zu dieser Karte steht auf der Seite zum Tourismus in Freiburg.

Mountainbike Schwarzwald: Regeln und Rücksicht

Die Wälder um Freiburg sind Naherholungsgebiet für eine Stadt mit über 230.000 Menschen. Auf den Wegen am Rosskopf und am Schauinsland treffen Radfahrer, Wanderer, Läuferinnen und Familien aufeinander. Ein paar Grundsätze helfen, dass das gut geht:

  • Auf gemeinsam genutzten Wegen Rücksicht auf Fußgänger nehmen: Tempo rausnehmen, früh bemerkbar machen, freundlich grüßen.
  • Auf ausgewiesenen Trails wie der Borderline die dort geltenden Regeln einhalten, also Helm, nur bergab und keine Nachtfahrten.
  • Keine eigenen Linien in den Wald bauen. Gesperrte Strecken bleiben gesperrt, auch wenn sie verlockend aussehen.
  • Bei Nässe schonend fahren, weil blockierende Räder den Boden aufreißen.

Wer lieber zu Fuß im Gelände unterwegs ist, findet auf der Seite zum Laufen in Freiburg Hinweise für Trailläufe in denselben Bergen und für flachere Strecken in der Stadt.

Touren planen: vom Dreisamtal bis zum Feldberg

Das Dreisamtal ist für viele Touren das Bindeglied. Der Dreisamtal-Radweg umrundet das Tal auf etwa 30 Kilometern über Kirchzarten, Oberried, Buchenbach und Stegen und eignet sich als Zubringer oder als lockere Ausrollrunde nach einem Trailtag. Von hier aus steigen die Hänge in Richtung der Schwarzwaldhöhen an.

Wer mit dem Mountainbike Schwarzwald-Gipfel jenseits des Hausbergs ansteuern will, denkt früher oder später an den Feldberg. Mit 1.494 Metern ist er der höchste Punkt des Schwarzwalds, die Gemeinde Feldberg liegt rund 25 Kilometer südöstlich von Freiburg. Das ist eine Tagestour mit vielen Höhenmetern und gehört in die Planung erfahrener Fahrer. Zurück geht es mit der Dreiseenbahn ab Bärental und der Höllentalbahn über Titisee, wobei die Regeln zur Radmitnahme im RVF-Gebiet gelten. Für Einsteiger ist die Kombination aus Rosskopf, Borderline und Dreisamtal der sinnvollere erste Tag.

Saison und Wetter

Die Hauptsaison für Touren im Freiburger Umland reicht vom Frühjahr bis in den Herbst. Im Winter liegt auf dem Schauinsland oft Schnee, dort wird dann Ski gefahren, und die höheren Lagen sind für Räder keine gute Wahl. Freiburg selbst gilt als eine der sonnigsten Städte Deutschlands, auf den Höhen kann das Wetter aber schnell umschlagen. Allein die Seilbahn überwindet 746 Höhenmeter, entsprechend kühler und windiger ist es oben. Eine Jacke im Rucksack gehört auch im Sommer dazu.

Nach Regen bleiben Wurzeln und Steine lange rutschig. Für technische Abschnitte wie das obere Stück der Borderline ist ein trockener Tag die bessere Wahl.

Sicherheit auf dem Trail

Helm ist auf der Borderline Pflicht, im übrigen Gelände dringend zu empfehlen. Für Abfahrten mit Sprüngen gehören Protektoren für Knie und Ellbogen dazu. Ein Erste-Hilfe-Set, ein aufgeladenes Handy und genug Wasser wiegen wenig. Allein fahren ist möglich, auf unbekannten Pfaden ist eine Begleitung aber die sicherere Wahl, und eine kurze Nachricht an jemanden zu Hause über die geplante Route schadet nie.

Das Rad sollte vor der Tour durchgesehen sein: Bremsen, Reifendruck, Schnellspanner. Auf langen Abfahrten vom Schauinsland werden Bremsen heiß, kurze Pausen helfen.

Anreise und Kombination mit dem Umland

Zum Rosskopf und ins Dreisamtal kommt man aus der Innenstadt direkt mit dem Rad, etwa über den Dreisamuferweg Richtung Kirchzarten. Die Straßenbahn nimmt Räder grundsätzlich nicht mit, nur in einer Pilotphase ab dem 1. Oktober 2026 nach 22 Uhr, was für Tagestouren wenig hilft. In den S-Bahnen im RVF-Gebiet fahren Räder außerhalb der werktäglichen Sperrzeit von 6 bis 9 Uhr kostenlos mit.

Wer es gemütlicher mag, verbindet Trails mit einer entspannten Radtour durch Freiburg und das Umland oder einem Ruhetag in der Stadt. Weitere Ideen stehen auf der Startseite mit Aktivitäten in Freiburg. Und wer nach der Borderline noch Kraft hat: Unten an der Jugendherberge endet der Trail im Dreisamtal, von wo der Uferweg flach zurück in die Stadt führt.

Häufige Fragen

Was ist der Borderline-Trail?

Die Borderline ist Freiburgs erste offizielle Downhill-Strecke, eröffnet 2007. Sie führt vom Rosskopf hinunter ins Dreisamtal und endet an der Jugendherberge. Oben ist sie steil und technisch, weiter unten flüssig mit Anliegern und Sprüngen.

Welche Regeln gelten auf der Borderline?

Es gilt Helmpflicht, gefahren wird nur bergab, und Nachtfahrten sind nicht erlaubt. Die Strecke ist kein abgesperrter Bikepark, Spaziergänger können jederzeit unterwegs sein.

Wer pflegt die Mountainbike-Trails bei Freiburg?

Der Verein Mountainbike Freiburg e.V., 2011 von Einheimischen gegründet, um die Borderline rechtlich zu sichern. Renovierungen liefen mit mehr als hundert Freiwilligen, und die Vereinswebsite informiert über Zustand und Regeln der Strecken.

Wo finde ich eine Mountainbike Schwarzwald-Tour ab Freiburg?

Tourismus Baden-Württemberg beschreibt eine MTB-Trail-Tour ab Freiburg, die über das Wildtal hinauf zum Rosskopf führt und die Borderline als Abfahrt nimmt.

Kann man am Schauinsland mountainbiken?

Ja, Mountainbiken gehört zu den üblichen Nutzungen des 1.283,9 Meter hohen Hausbergs. Offiziell benannte Downhill-Strecken sind dort in den geprüften Quellen nicht verzeichnet, gefahren wird auf Forst- und Wanderwegen.

Wie lang ist die Schauinslandbahn?

Die Umlaufseilbahn ist rund 3,5 Kilometer lang, je nach Messart werden bis 3,6 Kilometer angegeben. Sie überwindet 746 Höhenmeter zwischen Horben und der Bergstation auf 1.220 Metern, die Fahrt dauert 15 bis 20 Minuten.

Wann ist die beste Zeit für Mountainbike Schwarzwald-Touren um Freiburg?

Vom Frühjahr bis in den Herbst. Im Winter liegt auf dem Schauinsland oft Schnee, dann wird dort Ski gefahren. Nach Regen bleiben Wurzeln und Steine lange rutschig, für technische Abschnitte ist ein trockener Tag besser.

Welche Ausrüstung brauche ich für die Trails?

Ein Helm ist auf der Borderline Pflicht und sonst dringend zu empfehlen. Für Abfahrten mit Sprüngen sind Knie- und Ellbogenprotektoren sinnvoll, dazu Erste-Hilfe-Set, Handy, Wasser und ein durchgesehenes Rad.